Episode 10 – EINZIGARTIG

Magnus Walker fährt erstmals sein Traumauto, eine Stoppuhr verhilft Porsche zum Sieg in Le Mans, der einzige 911 auf NorfolkIsland, ein "brennender" Rennwagen und die Geschichte von Porsche-Urgestein Herbert Linge. Einmalige Persönlichkeiten und Geschichten im 9:11 Magazin.

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Walkers Traum

Ein Porsche 911 Turbo in Martini-Lackierung erobert 1977 das Herz des zehnjährigen Magnus Walker. Der Beginn einer Leidenschaft. 41 Jahre später fährt er genau diesen Sportwagen – in seiner Heimatstadt Sheffield.

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Einmaliges Timing

Bei den 24 Stunden von Le Mans 1977 kommt es auf jede Minute an: Jürgen Barth fährt die letzte Runde mit einer Stoppuhr am Lenkrad seines Porsche 936/77 Spyder, um bloß nicht vor 16 Uhr die Ziellinie zu überqueren ...

00:02:34
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Der einzige 911

Norfolk Island im Pazifik gehört mit seinen knapp 35 km² zu den kleinsten Inseln der Welt. Es gibt kaum Straßen, ein Geschwindigkeitslimit von 50 km/h und: den einzigen Porsche 911 Targa im Umkreis von 1400 Kilometern.

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Feuer und Flamme

Motorsport war alles für Otto Mathé. In den 1950er Jahren fuhr er von Sieg zu Sieg – mit dem sogenannten Fetzenflieger. Der Name war Programm: Die Stoffabdeckungen des Motors fingen schon mal Feuer.

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Porsche-Allrounder

Er startete als Auszubildender, wurde vom Mechaniker zum Betriebsleiter und hat große Erfolge als Rennfahrer gefeiert. Herbert Linge über seinen Lebensweg, auf dem er wichtige Meilensteine für Porsche gesetzt hat.

00:07:21
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Walkers Traum

Sportlichkeit gepaart mit Eleganz

Magnus Walker gerät ins Schwärmen, wenn er von seinem Traumauto spricht. Bei einem Walk-around erklärt der Porsche-Sammler seine ganz persönlichen Highlights des 911 Turbo in Martini-Lackierung von 1977.

Walkers Traum

Ein Traum wird wahr

1977, als zehnjähriger Junge, verliebt sich Magnus Walker in den Martini-Porsche 911 Turbo. Mehr als 40 Jahre später sitzt er erstmals am Steuer – und das in seiner Heimat Sheffield. „Porsche fahren berührt alle Sinne“, sagt der Enthusiast, der heute rund 50 Sportwagen aus Zuffenhausen sein Eigen nennt.

Ein weißer Porsche 911 Turbo mit den berühmten Martini-Streifen: 1977 hat Mode-Designer und Porsche-Enthusiast Magnus Walker diesen markanten Sportwagen auf der London Motor Show erstmals gesehen und nie wieder vergessen …Porsche ist die große Leidenschaft von Magnus Walker. Mit 25 Jahren kaufte er sich seinen ersten eigenen Sportwagen aus Zuffenhausen, ein G-Modell mit sogenannter Flatnose. Heute gehören rund 50 Porsche, bevorzugt aus den Sechziger- und Siebzigerjahren,1977 stellte Porsche den neuen 911 Turbo 3.3 vor. Wegen des erweiterten Hubraums leistet der Sechs-Zylinder-Boxer-Turbomotor im Heck jetzt 221 kW/330 PS.Einstieg rechts – für Porsche-Fahrer in Großbritannien die natürlichste Sache der Welt.Das Fahrgefühl in einem Porsche ist für Magnus Walker immer wieder etwas ganz Besonderes: „Porsche fahren berührt einfach alle meine Sinne. Es ist unvergleichlich“.Vom 911 Turbo war Walker 1977 so begeistert, dass er einen Brief nach Zuffenhausen schickte und darum bat, einmal als Designer für Porsche arbeiten zu dürfen. Die postwendende Antwort: Melde Dich doch bitte wieder, wenn Du etwas älter bist.Zeitreise in die 1970er Jahre: Magnus Walker unterwegs im Porsche 911 Turbo in einem verlassen wirkenden Industriegebiet von Sheffield in Nordengland.Bis zu 260 km/h schnell kann der Porsche 911 Turbo von 1977 fahren. Von Null auf 100 km/h beschleunigt er in nur 5,4 Sekunden.„Ich habe nie den Traum von diesem besonderen Auto aufgegeben und immer daran geglaubt, ihn irgendwann zu fahren. Dass das jetzt…… ausgerechnet in meiner Heimatstadt wahr wurde, ist einfach unglaublich. Diese Fahrt in ‘meinem’ Martini-Porsche 911 Turbo hat mir viele unvergessliche Augenblicke beschert.“

Der einzige 911

Sightseeing im Porsche

Norfolk Island liegt rund 1400 Kilometer östlich von Australien, mitten im pazifischen Ozean. Duncan Sanderson fährt den einzigen Porsche auf der Insel – einen 911 Targa, Typ 964. Als pensionierter Juwelier hat er einen Blick für schöne Dinge und führt uns zu seinen Lieblingsorten auf der Insel.

Der einzige 911

Ein Porsche auf der Norfolkinsel

Seit 1996 ist Duncan Sanderson stolzer Besitzer eines Porsche 911 Targa, Typ 964. Es ist der einzige Porsche der Pazifik-Insel, die zwischen Neuseeland und Australien liegt. Per Kran und längerer Schiffsreise gelangte der Sportwagen auf Norfolk Island. Trotz einer Fläche von unter 35 km² wird es ihm nie langweilig.

Auf der australischen Insel Norfolk gibt es nicht allzu viel zu sehen. Umso überraschter sind Besucher, wenn sie Duncan Sanderson in seinem Porsche 911 Targa begegnen.Die Insel ist einer der abgelegensten Orte der Welt und mit weniger als 2000 Einwohnern nicht größer als ein Dorf.Hier am Hafen kam 1996 der Porsche 911 Targa an. Sanderson hat ihn bei einer Auktion in Japan ersteigert und sich damit einen langjährigen Traum erfüllt.Duncan Sanderson mit seinem Porsche 911 Targa an der Küste von Norfolk.Ganze 34.000 Kilometer hat der Sechszylinder bereits zurückgelegt. Dabei ist die Insel nicht einmal 35 km² groß.Da es auf der Insel nicht viele Straßen gibt, muss Duncan hin und wieder improvisieren und über Felder fahren. Das schafft der Porsche aber locker.Besonders gern fährt er auf die beiden einzigen Berge der Insel, Pitt und Bates, um die atemberaubende Aussicht zu genießen.Duncan Sanderson fühlt sich bei Schmuckstücken gut aufgehoben. Der Juwelier, mittlerweile in Rente, schwelgt in Erinnerung, während sein Porsche draußen auf ihn wartet.Das ist der einsamste Porsche der Welt! Ein Porsche 911 Targa der Modellreihe 964 von 1992.

Porsche-Allrounder

Porsche-Mann durch und durch

Welche Wege eine Karriere bei Porsche einschlagen kann, zeigt Herbert Linge auf eindrucksvolle Weise. 1943 beginnt er als einer der ersten Mechaniker seine Ausbildung in Zuffenhausen, später wird er Betriebsleiter des Porsche-Entwicklungszentrums in Weissach. Linge kommt als Renn- und Erprobungsfahrer zum Einsatz und gewinnt unter anderem die 24 Stunden von Le Mans. Für die Gründung der Sicherheitsstaffel der Obersten Nationalen Sportkommission für Automobilsport (ONS, heute DMSB) im Jahr 1972 erhält Herbert Linge das Bundesverdienstkreuz.

Porsche-Allrounder

Herbert Linge – ein Leben für Porsche

Er ist einer der wenigen Zeitzeugen, der noch den Firmenpatriarch Ferdinand Porsche kennenlernen durfte. Im April 1943 beginnt Herbert Linge als einer der Ersten eine Ausbildung zum Mechaniker bei Porsche. Es folgten Aufgaben als Betriebsleiter und Rennfahrer, sogar das Bundesverdienstkreuz machte nicht vor ihm Halt. Im Alter von 90 Jahren blickt er auf eine außergewöhnliche Karriere im Unternehmen Porsche zurück.

Herbert Linges einstiger Betriebsausweis hängt mittlerweile in seinem Büro. Ein Ort, der Porsche-Geschichte erzählt.April 1943: Linge beginnt seine Ausbildung zum Mechaniker bei Porsche. Er ist einer der ersten Auszubildenden im Unternehmen.Wenn Herbert Linge Zuhause in seinem Archiv blättert, kommen viele Erinnerungen hoch. Insgesamt 70 Jahre stand er im Dauereinsatz für  Porsche.Neben seiner Arbeit als Mechaniker war Linge leidenschaftlicher Rennfahrer. Besonders das 24-Stunden-Rennen in Le Mans hatte es ihm angetan. Elfmal nahm er sogar selbst daran teil.90 Klassensiege fährt Linge bis 1969 für Porsche ein und stellt dabei sechs  internationale Rekorde auf.Die Wände im Büro von Herbert Linge sind voller Erinnerungen und halten Meilensteine einer langen Porsche-Karriere fest.Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans zum Beispiel. 1965 ging Linge mit einem Porsche 904 GTS an den Start und holte den Klassensieg.Herbert Linge engagierte sich auch für die Sicherheit im Motorsport. 1972 gründet er die Sicherheitsstaffel der Obersten Nationalen Sportkommission für Automobilsport (ONS).1982 wird er dafür  mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.Mehr als sieben Jahrzehnte gestaltete Herbert Linge das Unternehmen Porsche mit - und kennt es wie kaum ein Zweiter.